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Was darf ich mit EFT legal machen?
EFT ist die Abkürzung für „Emotional Freedom Techniques – auf deutsch Technik für Emotionale Freiheit. Das ist an sich etwas irreführend, denn korrekter wäre die Bezeichnung „Techniken zur Emotionalen Befreiung“. Wie auch immer, EFT wird im Internet meist als Technik zur Befreiung von emotionalen Blockaden angeboten.
Die rechtliche Grundlage von EFT
in Deutschland ist für viele nicht so deutlich, da die Technik aus den USA kommt und es dort einen anderen Umgang mit dem Wort „Healing“ – „Heilung“ gibt. In USA wird das Wort „Healing“ sowohl im Kontext von medizinischer Anwendung als auch im Sinne etwas für sich selbst zu tun benutzt. In Deutschland bewegt man sich damit auf einem sehr dünnen Eis, weil die juristischen wie auch ethischen Grenzen zu therapeutischen Interventionen den meisten Anwendern oft nicht klar sind.
EFT ist KEINE THERAPIE,
sondern eine TECHNIK, wie ja bereits in der Bezeichnung EFT- Emotional Freedom Techniques, auf deutsch “EFT - Technik der Emotionalen Freiheit” enthalten ist. Da eine Technik sowohl für die Selbsthilfe und die eigene Persönlichkeitsentfaltung, als auch als wirksames therapeutisches Werkzeug eingesetzt werden kann, ist eine deutliche Abgrenzung im Einsatz von EFT und jeder Form von Klopftechniken zu medizinischen und oder therapeutischen Interventionen wichtig, wenn der EFT Anwender keine Heilerlaubnis hat.
Laut der ENGEN Auslegung des Heilpraktikergesetzes im psychotherapeutischen und heilkundlichen Bereich in Deutschland ist auch das Behandeln von Blockaden, das Lösen und Aufheben von Störungen, das Lindern von körperlichen Schmerzen und das gezielte Fördern der Selbstheilungskräfte im Prinzip an die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde gebunden.”
Verboten ist ohne eine gültige Heilerlaubnis
- eine Diagnose für Leiden, Störungen oder Schmerzen zu stellen,
- eine aufdeckende Arbeit im Sinn einer Psychotherapie zu machen
- etwas (ein Leiden, eine Störung, Schmerzen usw.) zu behandeln,
- ein Heilversprechen abzugeben (auch nicht auf den Webseiten) (wobei man das auch mit Heilerlaubnis nicht darf!)
Erlaubt ist ohne gültige Heilerlaubnis mit EFT
Menschen darin zu unterstützen
- wieder in ihre gesunde Selbstbestimmung zu kommen
- eine vermehrt gute und angenehme Selbsterfahrung und stärkende Selbsterkenntnis zu gewinnen
- ihren Stress zu reduzieren
- ihre energetische Balance zu optimieren
- ihre Glaubensmuster zu verändern
- neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln
- zu lernen, neue Gefühle und neue innere Stärken zu entdecken
- neue Wege und Perspektiven zu entwickeln
Der Schwerpunkt einer EFT Anwendung liegt also für die meisten nicht in irgendeinem medizinisch-therapeutischen Bereich, sondern in der Persönlichkeitsentwicklung, Stressreduzierung, Entspannung, Vitalisierung und Selbsterfahrung, also im großen Gebiet des Wellness / Gesundheitsförderung und der Persönlichkeitsentwicklung.
Sie als EFT Anwender müssen klar und deutlich darstellen, was Sie Ihren Klienten anbieten, welche Grenzen Ihre Arbeit hat, was Ihr Klient von Ihnen erwarten kann und was nicht.
So ist wohl nicht immer deutlich, wo die Grenze von mitfühlendem und aufmerksamem Zuhören in Verbindung mit Klopfen zu einer Psychotherapie bzw. einer aufdeckenden Arbeit im psychotherapeutischen Sinn liegen. Ist eine simple Frage wie: “Was war denn, als es angefangen hat?” schon eine aufdeckende Arbeit oder nicht?
Oder wenn jemand kommt und möchte seine Prüfungsangst mit EFT auflösen, die sich in Form der typischen Sextanerblase äußert. Ist die Führung des Klienten durch das EFT Protokoll, das sich auf die emotionalen Auswirkungen und nicht auf die physische Störung als solche bezieht, schon eine Behandlung im medizinischen Sinn oder nicht?
Es kommt eben immer auf den Kontext an, auf das Können desjenigen, der den Klienten begleitet und WIE er seine Arbeit darstellt und vermittelt und ob die Störung einen Krankheitswert hat oder nicht.
Fühlt sich ein Klient gut und fachgerecht begleitet, ist es kein Thema. Kommt aber etwas beim Klienten hoch, dem der EFT Anwender aus mangelnder Kenntnis der Technik und seiner persönlichen Grenzen nicht gewachsen ist, sieht es schnell anders aus! Leider ist durch die offene Struktur von EFT auch viel Schaden entstanden - es gibt viele Menschen, die meinen, aus ein paar Büchern oder an drei Wochenenden oder gar an einem Samstag an der VHS hätten sie alles über EFT gelernt, um damit an anderen arbeiten und sogar es andere lehren zu können.
Wir sehen es daher als eine unbedingte Voraussetzung einer wie auch immer gearteten Ausbildung in EFT, die Grundlagen auch für kritische Situationen zu geben. Das geht eben nur durch Üben Üben Üben und das unter Supervision, denn allein aus einem Buch EFT zu lernen oder aus DVDs ist problematisch, denn es gibt kein Feedback, keine Supervision und daher keine Korrektur für eventuelle Schwächen.
Unser Ausbildungsangebot deckt genau diesen fehlenden Part ab. Zusätzlich werden wir auch so deutlich wie möglich die Grenzen darstellen, was jemand darf und was nicht.
EFT wird durch seine Form und Wirksamkeit in Zukunft auch im medizinischen Bereich einen immer größeren Raum einnehmen. Daher ist es für jeden empfehlenswert, der mit EFT seriös arbeiten möchte, jetzt schon die entsprechenden Grundlagen dafür zu legen.
Wer EFT in der vollen Bandbreite seiner Möglichkeiten ausüben möchte, wie sie nicht nur auf den amerikanischen Webseiten sondern auch auf vielen deutschen Seiten propagiert werden, kommt letztlich nicht umhin, zumindest die HP Psych Prüfung zu absolvieren, bevor er damit arbeitet, um auf Dauer auf einer rechtlich sicheren Seite zu stehen.
Aber auch wer keine Heilerlaubnis hat, kann mit EFT sehr viel erreichen. Dazu geben wir auch innerhalb unserer Kurse Hinweise und gehen auf die unterschiedlichen Anforderungen soweit wie möglich ein. In der Arbeit mit EFT ist ein wichtiger Punkt, wie ein EFT Anwender ohne Heilerlaubnis etwas in der Arbeit mit anderen Menschen formuliert, damit weder Missverständnisse entstehen, noch beim Klienten falsche Erwartungen geweckt werden. Es ist daher auch notwendig, die Darstellung von EFT in der Öffentlichkeit entsprechend anzupassen.
Auf den sehr informativen Webseiten der Deutschen Gesellschaft für Alternative Medizin - der DGAM
(http://www.dgam.de/html/zur_orientierung.html) finden Sie gute Hinweise auf eine klarere Differenzierung.
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