Erfolg & Entfaltung mit EFT Klopfakupressur

EFT Info News 69 / Februar 2012

ERFOLG & ENTFALTUNG mit EFT

EFT-Info Newsletter 69 / Februar 2012
ATEB EFT-Akademie
Robert & Gabriele Rother

Liebe EFT Freunde,
wir hatten einen wunderbaren Start in das neue Seminarjahr mit einer harmonischen und neugierigen Gruppe im EFT Basiskurs und anschliessend einen sehr bereichernden ATEB Aufbaukurs. Es ist immer wieder eine Befriedigung zu sehen, wie sich die Teilnehmer auch in den einzelnen Ausbildungsmodulen weiter entwickeln. Vor allem ist es eine Freude, das wachsende Können in ihrer Arbeit mit anderen Menschen am Beginn und am Ende der einzelnen Module zu sehen! Das bestätigt uns, dass wir mit unserer Ausbildungsphilosophie auf dem richtigen Weg sind.
Thema des heutigen Newsletters ist Grenzen - Grenzen setzen - Grenzen überschreiten - Grenzen erweitern - Grenzen auflösen... Wie setze ich klare Grenzen? Wie kann ich mich gegen Grenzüberschreitungen wehren? Wie kann ich meine persönlichen Grenzen erkennen, erweitern oder auflösen? Ein sehr facettenreiches und spannendes Thema!
Dazu kommen noch ein sehr schönes Fallbeispiel überVortragsangst, eine interessante Buchempfehlung, was mit unserem "Eigentlich-Schwein" passiert und das Neuste über unsere Seminare - also ein reichgefüllter Lesetisch mit Inspirationen und Anregungen!

Viel Freude und Erfolg damit!

Gabriele

Was diesmal geboten wird

In diesem Newsletter finden Sie:

Neuigkeiten - WOT - Was? - Das "Eigentlich-Schwein"
Aktuelle Seminare - Freie Plätze
Fallbeispiel - Vortragsangst
Monatsthema - Grenzen setzen, Grenzen überschreiten
Buchempfehlung - Trauma, Bindung und Familienstellen



kostenlosen Hotline für alle akuten Fragen oder Anliegen!

Neuigkeiten

WOT - Was?
WOT ist ein Add-on für Firefox, das vor unseriösen Webseiten warnen soll. Das ist im Prinzip eine gute Idee, aber leider wird es im hohen Maß durch Leute missbraucht, die negative und teilweise schwachsinnige Ratings abgeben, ohne sich mit den Inhalten der Sites auseinander gesetzt zu haben. Das geht teilweise bis hin zu Rufmord und Geschäftsschädigung.
Problematisch ist das Rating über WOT insofern, als Leute, die häufig ein Rating abgeben, durch das System ein größere Gewichtung bekommen und damit auch einen größeren Schaden anrichten können. (Werden die dafür bezahlt?)

Leider sind auch wir nicht gegen solche Dinge gefeit. Daher kann es passieren, dass unsere Webseite bei WOT rot angezeigt wird, obwohl alle unsere Kriterien stimmen und wir weder unaufgefordert Mails verschicken, noch Kindergefährdende Inhalte präsentieren.

Wenn Sie uns und zukünftigen Besuchern der Seite etwas Gutes tun wollen, dann bewerten Sie unsere Seite als positiv, sollten Sie WOT benutzen wollen, damit die Ampel wieder grün wird. Darüber hinaus sind wir offen für konstruktives Feedback und Verbesserungsvorschläge, wollen aber unqualifizierten und grob unhöflichen Kommentaren auch nicht zuviel Aufmerksamkeit widmen.

Wir vertrauen darauf, dass wir für die meisten von Ihnen etwas Wertvolles bieten können, sonst hätten wir nicht soviel Klicks und soviel treue Leser. Danke!

******************

Das "Eigentlich-Schwein"
Die meisten, die schon mal bei uns ein Seminar mitgemacht haben, kennen auch unser "Eigentlich-Schwein". Jedesmal, wenn jemand "eigentlich" sagt, kommen 50 Cent in das "Eigentlich-Schwein". Damit fördern wir zum einen das Bewusstsein für den Gebrauch dieses Wortes und zum anderen verdoppeln wir den Betrag am Ende des Jahres und fügen ab diesem Jahr noch jeweils 1 € von jeder verkauften DVD und jedem verkauften Ebook dazu. Die Summe, die sich damit ansammelt, fliesst einem guten Zweck zu, das uns persönlich am Herzen liegt. Die von uns aufgerundete Summe von 200 € alleine vom "Eigentlich-Schwein" von 2011 ging an Unicef, um hungernde Kinder am Goldenen Horn zu unterstützen.

2012 unterstützen wir das Projekt OTEPIC, einem Schul- und Lehrgarten für die Ärmsten in den Slums von Kitale in West- Kenia, das die Prinzipien der Holzerschen Permakultur verbreitet. Nähere Infos zu dem Projekt und einen Download dazu finden Sie HIER


Aktuelle Seminare

Film EFT Intensiv Entfaltung

Die Termine für 2012 sind online!

Nutzen Sie die Chance, etwas für sich und andere zu tun! Es gibt noch freie Plätze in folgenden Seminaren:

ATEB Basiskurs EFT
Was wir sehen, erleben, direkt nach machen, beherrschen wir viel leichter, als es durch Lesen zu lernen! Das erleben die Teilnehmer unserer Basiskurse immer wieder. Die nächsten beiden Termine für den leichten Einstieg in EFT ist am
24. - 25. März und am 21. - 22. April

Anmeldung HIER

Die Film-Dokumentation über die EFT Intensiv Entfaltung findet regen Anklang! Wie viele berichten, löst sich offensichtlich schon beim Anschauen einiges - also Tempotaschentücher bereit halten! ;-))
Wer nicht nur eine Intensiv Entfaltung anschauen, sondern selbst erleben will, kann es jetzt auch noch vom 16. - 20. April tun!
Erfolgreich und sanft alten emotionalen Ballast loslassen, Kraft sammeln, Klarheit gewinnen! Einfach HIER anmelden!

Für alle Entfaltungs-Wiederholer gibt es 10 % Rabatt auf den Kurspreis. Also
schnell anmelden und die günstige Gelegenheit nutzen, sich weiter zu entfalten! Die nächste Entfaltung gibt es dann wieder vom 11. - 15. Juni.


Der
Jahreskurs Klarheit Kraft & Lebensfreude der am 24. Februar mit dem Frühlingsabschnitt startet, ist ausgebucht! Willkommen zu einer Erweiterung Eurer Möglichkeiten!


Die
ATEB EFT-Vertiefung - vonm 27. Februar bis 2. März wird wieder ein Highlight für alle Teilnehmer! Die Tools der Energiesynthese kommen mit in die Ausbildung - ein wirklicher Sprung in der professionellen Anwendung von EFT an Klienten und für sich! Es sind noch Plätze frei für Wiederholer! Es lohnt sich!


Familienstellen und EFT findet vom 31. März - 1. April und dann nochmal am 27. - 28. Oktober statt. Schon mal vormerken oder gleich anmelden, um sich einen Platz zu sichern.
Innerhalb unserer ATEB EFT-Ausbildung ist das Familienstellen ja immer wieder Thema! Es hat sich noch längst nicht genug herum gesprochen, dass viele Traumatisierungen nicht nur durch eigene Erfahrung, sondern ebenso durch Beobachtung und familiäre Übertragungen geschehen. Familiäre Traumata setzen sich über die Generationen weiter fort, wenn sie nicht auf der persönlichen Ebene gelöst werden. Daher ist es so hilfreich und nützlich, Aufstellungsarbeit zu machen!

Durch diese Arbeit wird sehr viel leichter und schneller sichtbar, wo die Ursachen für persönliche Störungen liegen und so lässt sich vieles lösen, was bisher unverständlich und belastend war. Am 31. März und 1. April findet das nächste Familienstellen-Seminar mit EFT statt - die nächste Gelegenheit, die familiären Belastungen zu bereinigen und zu lösen!
Mehr dazu auch in unserer Buchempfehlungsecke...

Nutzen Sie die Chance, etwas für sich zu tun! Sie sind es wert!
Anmeldung für alle Seminare HIER

 

Fallbeispiel Vortragsangst

Vortragsangst

von
Ingrid Riemann, ATEB EFT Praktikerin Silber
Wenn ich etwas Wichtiges vergesse, dann….

Zu mir kommt eine junge Studentin, die am Ausarbeiten eines einstündigen Vortrags für die Universität ist und nicht weiterkommt, weil sie sich schlecht fühlt und andauernd friert.

„Was ist dein Problem?“
„Ich bin viel zu spät dran. Das mache ich immer, ich könnte viel früher anfangen, aber ich warte bis zum letzten Moment und dann bin ich auf Hilfe angewiesen, weil ich es alleine nicht schaffe und die anderen haben ja auch zu tun“

„Auch wenn ich viel zu spät dran bin und diese Sachen immer bis zum letzten Moment hinausschiebe, bin ich okay so wie ich bin“
„Auch wenn ich viel zu spät dran bin und dann Hilfe brauche, weil ich es alleine nicht hinbekomme, akzeptiere ich mich“
„Auch wenn ich viel zu spät dran bin und die anderen von ihrer Arbeit abhalte, weil sie mir helfen sollen, bin ich okay so wie ich bin“

Sie schüttelt den Kopf.
„Das lässt mich alles beschissen fühlen“
Das Gefühl sitzt im Solar Plexus, lässt sie seit Tagen kalt fühlen, beengt sie, zieht nach innen, ist hart und fühlt sich an wie ein Wurmloch. Es ist schwarz und darin steckt das Wort „unfähig“.
Wir transformieren dieses Gefühl mittels Verwandlungstechnik bis es weg ist und harmonisieren das restliche „Nachdruckgefühl“ und die Leere auf Wunsch mit warmem Rot. Sie fühlt sich besser und wärmer.

„Stell dir vor du hältst den Vortrag. Was passiert?“
„Ich stehe da und das, was ich sage, passt nicht. Ich weiß nicht, was genau gefordert ist und muss aber alles wissen. Ich schaffe es nicht auszusortieren, zu unterscheiden, was wichtig ist und was ich weglassen kann“
„Stell dir vor du stehst im Vortragssaal und dein Professor ist da und die anderen Studenten. Was könnte schlimmstenfalls passieren?“
„Er könnte mir ins Wort fallen, weil ich etwas Wichtiges vergessen habe und die anderen lachen mich aus. Davor habe ich Angst“
Wir klopfen die Angst, etwas Wichtiges zu vergessen, nicht alles vollständig zu haben, nicht vollständig zu sein, einen Fehler im Vortrag zu haben, sich als fehlerhaft zu zeigen, keinen vollkommenen Vortrag zu haben, nicht vollkommen zu sein, Angst davor ausgelacht zu werden, nicht mehr ernst genommen zu werden.
Sie entspannt sich.

„Stell dir vor du bist dabei den Vortrag zu halten. Was passiert? Wo stehst du, wo steht dein Professor und wo sind die anderen Studenten?“
Sie beschreibt es mir, sie ist da und der Professor, aber keine Kommilitonen.
„Was passiert?“
„Ich rede und er fällt mir ins Wort, weil ich etwas vergessen habe und er hört nicht mehr auf zu reden.“
„Okay, ich spreche dir jetzt Sätze vor und du sprichst sie mir einfach nach. Ohne darüber nachzudenken, was sie bedeuten. Stattdessen fühle in dich hinein, was passiert“
Wir gehen mit den Logosynthesesätzen in dieses Bild.
„Ich nehme alle meine Energie, die gebunden ist in diesem Bild von jemandem, der mir ins Wort fällt und nicht mehr aufhört zu reden, weil ich etwas Wichtiges vergessen habe, zurück zu mir in meine Mitte“
Sie atmet tief durch, nach einer Weile frage ich sie „Wie geht es dir?“ „Besser, ich fühle mich stärker“ Ihr Oberkörper richtet sich auf.
„Ich entferne alle nicht eigenen Energien, die gebunden sind in diesem Bild von jemandem …. aus all meinen Zellen, aus allen Ebenen und Dimensionen meines Daseins und aus meinem persönlichen Raum und entlasse sie dahin, wo sie in Wahrheit hingehören“
Sie hat die Augen geschlossen und ich frage sie, ob sie etwas spürt. „Ja, meine Füße kribbeln und jetzt meine Hände“ „Gut, einen Satz haben wir noch“
„Ich nehme alle meine Energie, die gebunden ist in all meinen Reaktionen auf dieses Bild von jemandem …. zurück zu mir, in meine Mitte, in mein Hier und Jetzt“
Sie wirkt sehr entspannt. Sagt, dass sie kein Wort von dem verstanden hat, was wir da geredet haben und ob das wichtig ist, ob sie das verstehen muss. „Nein, diese Sätze müssen nicht über den Verstand laufen. Sie wirken auf einer anderen Ebene“

„Geh noch einmal in die Situation. Stell dir vor, dein Prof ist dir ins Wort gefallen, weil du etwas Wichtiges vergessen hast. Was könntest du machen?“
„Keine Ahnung, gar nichts kann ich machen, nur blöd und stumm dastehen. Was soll ich schon machen?“
„Wie wäre es mit: Ups, stimmt, habe ich vergessen?“
Sie schaut mich an „Ja, klar, das könnte ich sagen. Stimmt, das ist eine Möglichkeit“.
„Und was machst du, wenn die anderen lachen?“
„Nichts, also dazu fällt mir nichts ein. Was könnte ich da schon machen. Ich bleibe stehen“
„Ja klar, du bleibst stehen und die Welt hört auf sich zu drehen und statt am 21. Dezember geht sie bereits Mitte Januar unter. Und das alles, weil du etwas Wichtiges in deinem Vortrag vergessen hast“
Da fängst sie an zu lachen „Nein, die bleibt nicht wegen mir stehen, die dreht sich weiter“
„Aber deine Mitstudenten, die werden jeden Morgen, wenn sie dich sehen über dich lachen, weil sie an nichts anderes denken, als dass du etwas Wichtiges vergessen hast. Jeden Morgen, immer wieder das gleiche Spiel und sie werden nicht müde. Das vergessen die bestimmt nie, das ist der Lacher ihres Lebens“
Sie lacht wieder „Glaube ich nicht, die sind selber viel zu beschäftigt mit der Ausarbeitung ihres Vortrags“
Wir gehen alle Punkte noch einmal durch und sie zuckt die Schultern und sagt „Ja, ist so, kann ich jetzt auch nichts machen. Ich bin spät dran und die Wahrscheinlichkeit, dass ich alles so hinbekomme wie gefordert, ist gering. Und wenn die anderen lachen, dann können sie mich mal“
Ich merke, dass sie unruhig wird und frage sie, ob noch etwas übrig ist.
„Ich möchte jetzt ganz schnell nach Hause und weitermachen, damit ich fertig werde“

Am Tag darauf erhalte ich nachmittags eine SMS „Also ich war ziemlich schnell, aber es ist alles super gelaufen. Und der Professor hat gesagt, dass er es gut fand.“

Anmerkung: Alle Fallberichte dienen allein zu Lehrzwecken und zur Verdeutlichung, wie EFT sich in der Praxis einsetzen lässt.

Monatsthema - Grenzen setzen

Yin und Yang in Balance

Grenzen setzen, Grenzen überschreiten

Finger weg! Das geht dich nichts an! Lass mich in Ruhe! Stop! Ruhe bitte! Betreten des Rasens verboten! Du machst das jetzt, sonst... Das schaffst du doch eh nicht! Dazu bist du viel zu dick / klein / unfähig / dumm / beschränkt / unfähig / hässlich / faul / bequem / etc. etc. ! Grenzen von aussen...

Das kann ich nicht! Das schaff ich nicht! Das darf ich nicht! Ich bin nicht würdig / fähig / gut genug / soweit / durchsetzungsfähig genug / diszipliniert / schön / dünn / elegant / männlich / weiblich / intelligent / begabt / fleissig / etc. etc. Grenzen von innen...

Grenzen umgeben und durchdringen alle unsere Lebensbereiche auf vielfältige Art und Weise. Was wäre, wenn es keine Grenzen gäbe? Könnten wir dann die viel zitierte Freiheit genießen? Auch über den Wolken von Reinhard Mey gibt es Grenzen, unser Universum hat Grenzen und unsere Gedanken, denen schon immer das Attribut der Freiheit zugeordnet wurde, haben ebenfalls Grenzen und zwar ziemlich dichte!

Grenzen und ihre Einhaltung sind unabdingbare Bestandteile unseres Daseins, sonst könnten wir nicht in einem physischen Körper in einer physischen Umgebung existieren.
Wir lernen in unserem physischen Dasein sehr schnell viele Grenzen kennen - die ganze Bandbreite zwischen lebensnotwendig bis hin zu überflüssig, von aussen auf"gezwungenen" und erlernt bis hin zu selbst auferlegt.

Über unsere Grenzen definieren wir unsere Identität, unser Ich-Empfinden und unsere Realität - alles, was uns umgibt. Unsere Haut sehen wir als die Grenze zu unserer physischen Umwelt an, obwohl unsere feinstofflichen Körper weit darüber hinaus gehen. Die Grenzen unseres persönlichen Raumes um uns herum können wir nicht sehen und trotzdem wissen wir, dass es ihn gibt. Wir können ihn sogar mehr oder weniger deutlich wahrnehmen, wenn wir uns darauf einlassen.

Wir werden in der Regel dazu erzogen, alle möglichen Grenzen zu respektieren und zu beachten. Das soll zum einen unser Überleben sichern und zum anderen ein gesundes, harmonisches Miteinander gewährleisten. Die meisten Grenzen, die wir bewusst wahrnehmen, sind auch immer mit Regeln verbunden, meist menschengemacht. Die Übertretung und Nichtbeachtung diese Regeln / Grenzen werden allgemein mit entsprechenden negativen und oft schmerzhaften Folgen verbunden. Was uns aber in vielen Fällen nicht davon abhält, die Regeln / Grenzen doch zu überschreiten, auch wenn wir wissen, was wir uns damit einhandeln. (Lass die Finger von der Schokolade.... Pah! Jetzt erst recht!)

Werden unser persönlichen Grenzen nachhaltig und wiederholt überschritten, vor allem in einer Zeit, in der uns die Fähigkeit uns abzugrenzen noch nicht zur Verfügung stand, kann das tiefgreifende Folgen haben. Wir fühlen uns nicht mehr sicher und geschützt in unserer eigenen Haut. Selbst, wenn wir später lernen, uns besser abzugrenzen, bleiben die traumatischen Prägungen unserer Kindheit mehr oder weniger deutlich aktiv.

Unerwünschte Grenzüberschreitungen haben auch immer entsprechende Glaubensmuster zur Folge. Diese Glaubensmuster prägen dann unser weiteres Verhalten in Sachen Grenzen.
So neigen aus unserer Erfahrung viele Menschen an allergischen Reaktionen, wenn sie (hauptsächlich als Kind) besonders von den Personen Aggressionen und Grenzüberschreitungen erlebt haben, die eigentlich schützend und liebevoll unterstützend sein sollten. Sie konnten und durften sich nicht wehren und waren der Aggression hilflos und ungeschützt ausgeliefert. Obendrein durften sie ihre eigene Aggression, ihre eigene Wut nicht nach aussen zeigen und mussten ein braves Kind sein - also geht alles nach innen und wird unterdrückt. Dafür werden dann "harmlose" Stoffe "verdroschen" - der Konflikt wird solange über die eigene Haut und den eigenen Körper ausgelebt, bis die Erlaubnis sich situationsadäquat abgrenzen zu dürfen, auch tatsächlich überall im System angekommen ist....

Es gibt aber nicht nur zuviel Grenzsetzungen, sondern auch zuwenig. Passivität und Hilflosigkeit hat sich vielerorts und auf vielen Ebenen ausgebreitet - ich kann ja doch nichts tun / ich habe ja doch keinen Einfluss / dann wird es nur noch schlimmer mit den Kindern / sie machen ja doch was sie wollen / es hört eh niemand auf mich...
Das betrifft ebenfalls alles - von Kindererziehung bis hin zur Politik, aussen und innen... Auch dazu gäbe es viel zu sagen - aber das würde den Rahmen / die Grenzen des Newsletters sprengen.

Was auch immer wir erlebt und gelernt haben, wir sollten mutig genug sein, unsere Glaubensmuster hinsichtlich unserer eigenen Grenzen zu beleuchten.

Schauen Sie einmal Ihren Tagesablauf an: was Sie so denken, tun, all die Routinehandlungen, die Sie täglich abspulen. Das alles ist innerhalb von gewissen Grenzen. Wir sind diese Routinen gewohnt, wir pflegen sie auch oft unbewusst, denn sie verleihen uns eine gewisse Sicherheit. Sie sparen Energie, schaffen eine Struktur, sie geben uns Halt und zeigen uns, wo es für uns lang geht.
Die Gefahr ist, dass wir buchstäblich verknöchern. In unseren Gewohnheiten, in unseren Gedanken, in unseren Glaubenssätzen und Gefühlen. Alles verliert irgendwie seine Frische, seine Lebendigkeit, es ändert sich ja nichts, wir bleiben im alten Trott. Wir sind Gewohnheitsschafe, treu behütet vom Inneren Schweinehund, der aufmerksam darüber wacht, dass wir in den gewohnten, sicheren und bequemen Bahnen und Grenzen bleiben.
Grade da, wo wir uns am meisten nach Freiheit sehnen, lauert oft die größte Angst davor!

Aber gottseidank ziehen wir immer energetische Sprengsätze an, die uns auf vielerlei Art und Weise dazu zwingen, die gewohnten Begrenzungen zu verlassen und unser Leben zu erweitern! Wir werden scheinbar vom Leben gezwungen, uns zu entwickeln und erleben uns dabei oft als Opfer der Umstände. Dabei folgen wir exakt den Impulsen unseres wahren Selbst, unseres innersten Seelenkerns, der uns dazu bringt, unser Bewusstsein auszudehnen, die bisherigen Grenzen zu überschreiten und zu erkennen, wer und was wir wirklich sind!

Die wichtige Frage, die wir uns am besten selbst stellen, bevor das Leben sie uns stellt: wo ziehen wir unsere persönlichen Grenzen und wie gehen wir mit dieser Grenze um? Grenzen sind ja auch Berührungspunkte / Berührungsflächen, die uns mit anderen und mit unserer Aussenwelt in Beziehung setzen.
Wo grenzen wir uns zuwenig ab und wo zuviel?
Welche Erfahrungen, welche Konditionierungen, welche Ängste, Erwartungen, Gedanken bestimmen die Wahrnehmung unserer Grenzen?
Wo würden wir am liebsten unsere Grenzen erweitern und wo nehmen wir sie frag- und klaglos hin?
Wo hängen wir in den Begrenzungen unserer Gefühle und Gedanken, dem ganzen Sammelsurium unserer Glaubenssätze fest?
Wo versuchen wir, alles unter Kontrolle zu halten, also in der Ordnung fester Grenzen?
Wo verbieten wir uns unsere wahre Kreativität und Lebendigkeit, aus Angst vor negativen Folgen?
Wo sind unsere Grenzen verletzt und übertreten worden und wo haben wir das selbst bei anderen getan?
Wo wagen wir es nicht, die Grenzen unseres Denkens und unserer Weltsicht zu überschreiten und zu erweitern, weil wir Angst haben, dass wir mit der Kraft und der Macht, die uns dadurch zufliesst, wieder anderen schaden könnten? Mit denkbar unangenehmen bis hin zu tödlichen Folgen?
Wo halten wir uns klein und machtlos und weigern uns, unsere eigene Schöpferkraft anzuerkennen?
Wieviel "Ich darf nicht", "Ich verdiene es nicht", "Ich kann nicht", "Bei mir funktioniert das nie", "Ich muss erst noch..." etc. bestimmen unser Leben und die Grenzen unserer Wahrnehmung?

Jeder negative Glaubenssatz, jeder negative Gedanke, mit dem wir uns bombardieren und krank machen, ist eine Grenze, die es lohnt, in Frage zu stellen. Hinter jeder dieser Grenzen stecken negative Erfahrungen, Beobachtungen, Übernahmen, Gebote und Strafandrohungen - sprich jede Menge Angst! Es wird Zeit, die emotionalen Auswirkungen der Ursachen dieser energetischen Barrieren zu lösen und uns in eine neue Freiheit und ein neues Bewusstsein zu bewegen! Frei von Angst und Selbstverurteilung.

Vielleicht sind Ihnen die folgenden Klopfvorschläge hilfreich:


HK: "Auch wenn ich ein Problem mit Grenzen habe, bin ich okay so wie ich bin."
AI: Ich habe Angst, dass meine Grenzen wieder übertreten werden
AA: Das fühlt sich für mich gefährlich an
UA: Da bricht einfach jemand in mein persönliches Feld ein
UN: Und schert sich nicht darum, wie es mir damit geht!
KF: Es ist mir zu nah und zu gefährlich
SB: Ich muss Abstand halten
UA: Ich konnte mich nicht wehren
HG: Als diese Grenzüberschreitung passierte
KP: Diese Angst, das passiert mir wieder!
Ausatmen

AI: Ich kann mich immer noch nicht wehren
AA: Ich sitze immer noch in der alten Falle von damals
UA: Mitten in der Angst, meine Grenzen werden wieder massiv überschritten
UN: Diese Angst von damals hält mich immer noch fest und begrenzt mich
KF: Damals war es XXX und heute bin ich es selbst mit meinen eigenen Ängsten
SB: MEINE Angst hält mich fest und begrenzt mich
UA: Und MEINE Angst kann ich mit Klopfen angehen
HG: Und damit Schritt für Schritt meine eigenen Grenzen erweitern
KP: Mir Schritt für Schritt mehr Raum, mehr Luft, mehr Freiheit erlauben

AI: Aber was ist, wenn ich erkenne, dass ich viel weniger Grenzen habe, als ich dachte?
AA: Wenn meine Fähigkeiten und Möglichkeiten viel größer sind, als ich mir erlaubt habe, bisher wahrzunehmen
UA: Was ist, wenn ich diese Fähigkeiten auf einmal lebe?
UN: Vielleicht hatte ich sie schon einmal und das ging böse aus!
SB: Und seitdem habe ich die Angst, die Grenzen anderer zu überschreiten
UA: Wenn ich in meine eigene Kraft gehe und mir erlaube, meine Fähigkeiten auszudrücken
HG: Meine Angst jemand anderen zu verletzen ohne es zu wollen
KP: Meine Angst vor meiner eigenen Macht!
Ausatmen

AI: Ich habe am eigenen Leib erlebt, wie andere ihre Macht missbrauchten
AA: So will ich niemals wieder sein und werden
UA: Ich habe erlebt, wieviel Leid dadurch entstanden ist
UN: Das hat mich mehr als einmal das Leben gekostet
UN: Ich will niemals mehr anderen Leid verursachen
KF: Und doch tue ich das mit mir selbst mehr, als mir bewusst ist
SB: Ich halte mich klein aus Angst
UA: Ich koche vor hilfloser Wut auf die Macht anderer und was sie mit mir machen
HG: Und verletze mich selbst damit mehr, als ich es mir vorstellen kann
KP: Ich kann den Rest meines Lebens damit verbringen zwischen Angst und Wut zu pendeln

HK: Da hab ich auch was von! So ein Blödsinn!
AI: Als hätte ich nicht die Möglichkeit achtsam mit mir umzugehen
AA: Achtsam, respektvoll, fürsorglich und liebevoll
AI: Für mich selbst und alle und alles, was mich umgibt
UA: Und je mehr ich das für mich selbst tue, erlebe ich es auch von aussen
UN: Wenn ich achtsam mit mir umgehe und meine Grenzen respektiere
KF: Kann ich mich auch klarer gegenüber anderen abgrenzen
SB: Wenn ich meine Kraft respektiere und der Weisheit meines Herzens folge
UA: Werden meine Grenzen fliessend, meine Freiheit leicht
HG: Tja, wenn das so einfach wäre...
KP: Ups! Wieder eine Begrenzung, die ich klopfen kann!
Ausatmen

AI: Meine Angst vor der Freiheit, die ich mir so wünsche
AA: Was ist, wenn ich sie bekomme?
AI: Meine Angst, dann die zu verlieren, die ich liebe
UA: Und je mehr ich klopfe, desto mehr erfahre ich überall dieses Muster
UN: Zwischen Freiheit und Grenzen, Chaos und Ordnung
KF: Ich lerne immer mehr eine fliessende Balance zwischen beiden Polen
SB: Zwischen lähmender Angst und blindem Enthusiasmus
UA: Ich vertraue dabei auf die Führung meines Herzens
HG: Eine gute Balance zu finden zwischen Ordnung und Chaos, Grenzen und Freiheit
KP: Und das fühlt sich richtig gut an!
Ausatmen

AI: Etwas in mir weiß die Wahrheit
AA: Etwas in mir IST schon in Balance
AI: Etwas tief in mir weiß, dass das, was ich anstrebe
UA: Einen freien Fluss des Lebens, der mich trägt
UN: Schon längst da ist, es ist schon Wirklichkeit
KF: Nur die Grenzen meiner Vorstellungskraft halten mich noch fest
SB: Aber in der Stille meines Herzens spüre ich die wahre Freiheit
UA: Meines wahren Selbst und meines Vertrauens auf meine innerste Wahrheit
HG: Und auch wenn es noch vieles gibt, was mich zu sehr begrenzt
KP: Ich bin auf dem richtigen Weg!
Ausatmen


Seien Sie mutig! Sei mutig!
Für dich und uns alle!

 

Buchempfehlung

Trauma, Bindungen und Familienstellen - Seelische Verletzungen erkennen und heilen.
von Franz Ruppert

Eines der besten Bücher, die ich über das Thema kenne!
Franz Ruppert schreibt sachlich und informativ, ohne den leser mit psychologischen Fachbegriffen zu überfrachten. Schon nach wenigen Seiten wird auch einem Laien klar, wo es eventuell bei ihm selbst haken könnte, wenn er unter psychischen Problemen leidet. Diejenigen mit Fachwissen bekommen noch einmal auf klare Art und Weise die Zusammenhänge zwischen Bindungsstörungen und familiären Belastungen und wie sie sich auf Menschen auswirken können, erklärt.
Aus der eigenen langjährigen Erfahrung mit der systemischen Arbeit kann ich nur immer wieder betonen, wie wichtig und hilfreich es ist, immer auch die familiäre Situation des Klienten mit einzubeziehen! Dort liegen häufig die Schlüssel zur gegenwärtigen Blockierung. Das erfahren wir auch immer wieder in den Intensiv Entfaltungen, erst recht in den Aufstellungen mit EFT! Daher ist die systemische Arbeit auch Teil unseres Ausbildungskonezpts zum ATEB EFT Praktiker.

Dieses Buch ist ein Muss für jeden, der ernsthaft mit EFT arbeitet!

Das wars wieder für diesmal!

Herzliche Grüße

Gabriele

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